Agenten

Intelligence Layer

Die Schicht zwischen den Daten eines Unternehmens und seinen Anwendungen, in der Modelle, Regeln und Werkzeuge zusammengesetzt werden: Hier wird entschieden, welches Modell welche Aufgabe bekommt, woher der Kontext kommt, was geloggt wird. Wer diese Schicht besitzt, kann Anbieter wechseln wie Zulieferer — wer sie nicht hat, hat viele Einzellösungen.

Ein Beispiel

In den meisten Unternehmen liegt KI heute als Insel neben den Fachsystemen: ein Chatfenster hier, eine Textfunktion dort, jeweils separat eingekauft und separat bedient. Eine Intelligenzschicht wäre das Gegenteil — eine gemeinsame Ebene zwischen Daten und Anwendungen, in der Modellzugang, Rechteprüfung, Protokollierung und Werkzeugkatalog einmal geregelt sind und jede Fachanwendung sich daran bedient.

Genauer betrachtet

Die Schicht sitzt zwischen den einzelnen Fähigkeiten und der Anwendung. Sie entscheidet, welche Bausteine eine Anfrage braucht, führt sie zusammen und gibt ein Ergebnis zurück. Der Gewinn ist, dass neue Anwendungsfälle keine neue Integration brauchen.

Warum das zählt

Der Begriff kommt aus der Anbieterwelt und beschreibt trotzdem ein echtes Problem: Wenn zwölf Abteilungen zwölfmal dasselbe lösen — Zugang, Rechte, Protokoll, Kostenkontrolle —, entstehen zwölf halbfertige Antworten und kein Überblick. Die praktische Frage ist nicht, ob man eine solche Schicht kauft, sondern welche vier oder fünf Dinge zentral geregelt gehören und welche in den Fachbereichen bleiben. Zentral gehören Zugang, Rechte, Protokollierung und Kostenverfolgung. Der Anwendungsfall gehört nach vorn.

Häufig missverstanden

Eine Zwischenschicht lohnt sich erst ab einer gewissen Zahl von Bausteinen und Anwendungen. Davor ist sie zusätzlicher Aufwand für einen Nutzen, der noch nicht anfällt.